KoMiK

Digitale Kooperationssysteme im Mittelstand – innovative Kommunikations- und Kooperationsprozesse in der digitalen Arbeitswelt

 

Kommunikations- und Kooperationsprozesse in der Digitalisierung

 

Die Digitalisierung der Arbeitswelt ist mit einer Flexibilisierung von Arbeitszeiten, Arbeitsorten, Arbeitsinhalten, Kommunikation und Kooperation verbunden. In den letzten Jahren haben sich eine Reihe neuer IT-gestützter Kooperationssysteme (Enterprise Collabration Systems ECS) etabliert, die Kommunikationskanäle zusammenführen und durch neue, die Arbeitsweise von Projektteams unterstützende Funktionen ergänzen. ECS wird das Potential zugeschrieben, die Kommunikation sowie grundlegende Arbeits- und Kooperationsprozesse zu verbessern, ohne dass bislang Bedingungen sowie Nutzen und Folgewirkungen hinreichend empirisch erforscht sind. Ziel des Projekts ist es, die Auswahl, Einführungsprozesse und Effekte von ECS in KMU auf der Grundlage einer Längsschnittstudie zu untersuchen. Ergebnis des Vorhabens ist eine modellhafte Umsetzung von ECS in den beteiligten Unternehmen, welche über eine empirisch fundierte Praktikerbroschüre dokumentiert wird.

Im Zuge des Projekts wird ein ECS bei zwei KMU eingeführt, getestet sowie arbeits-, betriebs- und sozialwissenschaftlich im Hinblick auf die Auswahl, Einführungsprozesse und Effekte begleitet. Die Unternehmensbedarfe an ECS werden eingehend über ein multimethodales Vorgehen untersucht und auf dieser Grundlage ein jeweils passendes ECS ausgewählt. Die Einführung der ECS wird auf technischer, arbeitsorganisatorischer und personeller Ebene vorbereitet und dokumentiert. Eine Abschlusserhebung 18 Monate nach Einführung der ECS erlaubt Rückschlüsse auf arbeitsorganisatorische und personelle Wirkungen. Das Projekt leistet einen Beitrag zur Erforschung der Veränderungen von Kommunikations- und Kooperationsprozessen im Zuge der Digitalisierung. Es adressiert v.a. KMU, für die diese Transformation eine große Herausforderung darstellt. Die Projektergebnisse werden durch die Praktikerbroschüre für die breite Anwendung aufbereitet und über Branchenworkshops und eine Abschlusskonferenz Fach- wie auch Unternehmensvertretern zugänglich gemacht.

Ziel des Forschungsprojekts Gesellschaftlicher Mehrwert

Im Zuge des vorliegenden Forschungsvorhabens wird ein IT-gestütztes Kooperationssystem bei zwei mittelständischen Unternehmen eingeführt, getestet sowie arbeits-, betriebs- und sozialwissenschaftlich im Hinblick auf die Auswahl, Einführungsprozesse und Effekte in den Unternehmen begleitet. Auf diese Weise sollen die Erfolgsfaktoren für die nachhaltige Nutzung des Systems untersucht werden, die schließlich auch auf andere Unternehmen übertragen werden können. Damit verortet sich das Verbundvorhaben im Rahmen der Ausschreibung „Mittelstand innovativ und sozial“ in den Handlungsfeldern "3. Arbeiten im Datennetz - digitale Arbeitswelt gestalten", "4. Kompetenzen im Arbeitsprozess entwickeln", "6. Mensch-Maschine-Interaktion für das neue digitale Miteinander", sowie "7. Potenziale der Flexibilisierung für Beschäftigte und Unternehmen erschließen".

Das Forschungsvorhaben leistet einen Beitrag zur Erforschung der Veränderungen der Arbeitswelt im Zuge der Digitalisierung und adressiert insbesondere kleine bis mittelständische Unternehmen, für die diese Transformation eine große Herausforderung darstellt. Die Ergebnisse können durch die im Projekt beteiligten Partner, aber auch durch verwandte Unternehmen und Branchen verwertet werden. Um bereits während der Projektlaufzeit weitere Unternehmen zu erreichen, werden in einem Branchenworkshop die Erkenntnisse der empirischen Begleitforschung zeitnah mit Vertretern aus Unternehmen und Verbänden diskutiert und die Ergebnisse hinsichtlich ihrer Praxistauglichkeit für die Zielgruppe KMU und ihre Übertragbarkeit auf weitere Unternehmen überprüft.

 

 

Projektlaufzeit: Ansprechpartner: Projektpartner:
01. März 2019 - Frau Dr.-Ing Julia Boppert trilogIQa
28. Februar 2022 trilogIQa iWorG
  80807 München WIBU-SYSTEMS AG
  Tel.: +49 89 208039 503 Truma Gerätetechnik GmbH & Co.KG (assoziiert)
  Email: julia.boppert@trilogiqa.de Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS
    Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Professur für Arbeitswissenschaft
    ISF Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung e.V.